Ich lerne Persisch III

Durch mein Ziel, täglich mindestens eine Stunde lang mit meinem grünen Buch, dem Grundwortschatz Persisch, zu lernen, habe ich in den letzten Wochen nicht nur spürbar Wortschatz aufgebaut sowie meinen Denk- und Lesefluss im Persischen verbessert, ich habe es zudem geschafft, das Buch einmal von vorne bis hinten durchzuarbeiten. Natürlich besagt das nicht, ich habe nun den gesamten Wortschatz des Buches drauf, gleichwohl ist es ein wichtiger Meilenstein und für mich der Startschuss für einen neuen Marathon. Stellt sich die Frage, welches Buch ich als nächstes angehen sollte. Vorab jedoch: Ich plane, weiterhin täglich mit meinem grünen Buch umzugehen, zukünftig allerdings nur noch eine halbe Stunde pro Tag.
Zur Auswahl stehen mir im Prinzip drei Bücher, das rote Buch, i.e. das Grammatikarbeitsbuch „Basic Persian“, „The Routledge Introductory Persian Course“ und der „Sprachkurs Persisch“ aus dem Alefba-Verlag. Sowohl ersteres als auch letzteres hatte ich jeweils bereits in der Vergangenheit zur Hälfte durchgearbeitet, dann jedoch den Faden verloren. In beiden Fällen gälte es für mich, das jeweilige Buch noch einmal von vorne zu beginnen, gleichwohl ich die ersten Kapitel in einem gesteigerten, wenn auch nicht rasanten Tempo hinter mich bringen würde (arbeitet man zu schnell, überspränge man die Kapitel besser gleich ganz). Den Introductory Course hatte ich nur einmal bis etwa zum zweiten Kapitel erarbeitet, wie in einem früheren Beitrag wohl schon einmal erwähnt.
Lange Rede, gar kein Sinn, ich denke, ich halte mich die nächste Zeit an den Sprachkurs Persisch. Irgendwann nutzte sich für mich der Ansatz des grünen Buches bzw. mein Ansatz, es am Stück durcharbeiten zu wollen, ab. Ich wünsche mir ein paar längere, zusammenhängende Texte, schlicht: etwas Auflockerung. Danach böte sich sicher Basic Persian an, aber zu weit im Voraus sollte man nicht planen.
Eine weitere Sache, die ich für ein paar Tage, wenn auch die letzten dann nicht mehr, gemacht habe: Podcast hören. Chaiandconversation.com bietet einen kostenlosen Podcast über immerhin 60 Folgen an, nach 15 war erst einmal Schluss bei mir, ich mag aber feststellen, dass der Podcast gar nicht einmal schlecht fürs Hörverständnis ist, es ist auch recht erfrischend, wenn man normal mit einem Buch arbeitet und nur die eigene Stimme und Aussprache hört. Wer damit aber von Grund auf lernen mag, sei gewarnt: Transkripte kosten Geld, die Aussprache ist zumeist Teheraner Standard. Man lernt somit selbstverständlich nicht schreiben, noch die Hochsprache, noch ist es für jemanden, der eher systematisch vorgeht, immer einsichtig, wie die Sprache funktioniert. Man ist den Betreibern minunter auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, wie man so sagt. Es mag nur eine Kleinigkeit sein, aber wer die dritte Person Singular des Verbs sein „hast“ statt „ast“ spricht, vermag mich nachhaltig zu entsetzen. Nachhaltig auch deswegen, weil der Fehler nicht korrigiert wird. Die Form „hast“ gibt es tatsächlich, sie ist quasi eine Nebenform von „ast“, bedeutet allerdings „er/sie/es ist“ im Sinne von „er/sie/es existiert“. Das ist eine wirklich einfache Sache, die man in jedem Sprachkurs in dem Augenblick lernt, in dem man das Verb sein kennenlernt, also sehr früh. Der Gedanke „selber und besser machen“ liegt nahe. Keine Ahnung, ob es ein deutschsprachiges Äquivalent gibt; vielleicht mach ich ja in ferner Zukunft einmal etwas, denn grundsätzlich ist es sehr schön, anderen Menschen, etwas beizubringen. Und getreu dem Motto „Each one, teach one“ denke ich eh, wir sollten einander helfen und unsere Ressourcen teilen.
Bis Ende November gilt für mich also erst einmal, täglich eine Stunde mit dem Sprachkurs Persisch lernen, zudem durch halbstündiges Training mit dem grünen Buch meine Kenntnisse zu stabiliseren und sukzessive auszubauen.
Oh ja, ich probierte sowohl einen iranischen Film als auch eine Kinderserie auf Persisch zu sehen, konnte aber bei beiden nur einzelne Wörter verstehen. Gleichwohl empfand ich diesen Abgleich mit meinen Fähigkeiten insbesondere im Bereich des Hörverständnisses eher als motivierend denn als demotivierend – es gibt schlicht noch viel zu tun. Bis dahin.

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